Pater Pedro
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Häufig gestellte Fragen und ihre Antworten

Fragen, die uns in den letzten Monaten per Email erreicht haben, bzw. Fragen von Kids in Vorlesungen.

1. Warum gibt es nicht mehr Pater Pedros?

Pater Pedros Einsatz ist in allen Bereichen aussergewöhnlich. Er selbst ist Slowene, aber auch Südamerikaner und somit Bürger eines Entwicklungslandes. Tiefe Armut ist für ihn ein völlig undenkbarer Zustand und er setzt sich mit Vehmenz und selbstlos für sein Projekt ein. Dabei lässt ihm sein Orden satzungsgemäss völlig freie Hand und er ist nicht weisungsgebunden oder muss auf irgendwelche Prozeduren oder eine "Entwicklungspolitikethik" Rücksicht nehmen. Allein zählt das Wohl der Menschen, um die er sich kümmern kann.

Dazu gehören sehr viel Charisma, sehr viel Durchsetzungsvermögen und ein bergeversetzender Wille. Man muss sich nicht vorstellen, dass ein solcher "Macher" und "Soldat Gottes" (Titel eines Dokumentarfilmes) überall mit offenen Armen empfangen wird, ganz im Gegenteil! Pater Pedro ist Seelsorger, Priester, Sozialarbeiter, Bauherr, Architekt, Betriebswirt, Werber für seine Kinder, Manager in einer Person!

2. Warum wird so aufwändig gebaut? 

Pater Pedro zieht die traditionelle Bauweise vor und verwendet Ziegelsteine, die die Gemeinde selbst herstellen kann. Die Gebäude müssen die schweren Regenfälle der Zyklonzeit und starke Stürme aushalten, sowie für die oft empfindliche Kälte des Hochplateaus auf 1200 Metern ausreichenden Schutz bieten. Zudem kann sich die Gemeinde am Stadtrand von Antananarivo nicht grenzenlos ausbreiten, Land ist teuer, deshalb wird so platzsparend wie möglich gebaut. Dieser Haustyp ist der traditionellen Bauweise nachempfunden und ökologisch ausgeführt.

 

3. Stellt Pater Pedro die Arbeit der internationalen Entwicklungshilfe in Frage?

Pater Pedro hält gerne provokative Vorträge, in denen er die Einsätze der Experten der Entwicklungshilfe anprangert und sie dafür verantwortlich macht, dass Madagaskar seit fünfzig Jahren nicht weiterkommt!

So verzerrt darf man das natürlich nicht sehen, denn es gibt, auch in Madagaskar, viele effiziente Projekte, die durchaus zur grössten Zufriedenheit aller seit vielen Jahren laufen. Doch sind viele Entwicklungshilfeorganisationen zur politischen Zurückhaltung verpflichtet und ihre Mitarbeiter haben oft Instruktionen, die mit einem nachhaltigen Einsatz wenig kompatibel sind. Meist geht es darum, Konflikte und Spannungen mit den Einheimischen zu vermeiden, als wirklich effiziente Projektarbeit zu betreiben.

Man hat oft den Eindruck, dass diese internationalen Organisationen sich eines noch schwerfälligeren Beamtenapparates bedienen als die Entwicklungsländer selbst. Doch auch die afrikanischen Regierungen kommen seit Jahrzehnten mit der wirtschaftlichen Entwicklung nicht zurecht, passen sich kaum an und leben zum Teil noch in einer neo-kolonialen Welt. All das zu Lasten einer immer weiter verarmenden Bevölkerung.

4. Wie kann man Pater Pedro helfen?

Pater Pedro sagt, dass ihm jeder von seinem Heimatort aus helfen kann. Zunächst durch Spenden auf das Spendenkonto (100% fliesst nach Akamasoa), dann durch Mitarbeit in lokalen Projekten, der Übernahme einer Patenschaft oder anderen Aktivitäten. Es liegt in der Macht eines jeden Einzelnen, ein Kind in Madagaskar zu retten, ihm neue Lebensperspektiven zu geben! Spenden soll Freude machen und sollte dem Spender ebensoviel bringen wie dem Beschenkten...!

5. Wann kommt Pater Pedro nach Deutschland?

Zu Fernsehinterviews im Juni 2007.

6. Kann ich in Akamasoa mitarbeiten?

Es gibt Einzelfälle, in denen wir einzelne Fachkräfte vermitteln können. Eine Erfahrung in tropischen Ländern, grosses Einfühlungsvermögen und Anpassungsfähigkeiten sind auf alle Fälle Vorbedingungen zur kurzfristigen Projektmitarbeit. Der Pater erhält jedes Jahr hunderte von Mithilfeanfragen aus der ganzen Welt. Manchmal reisen Menschen an und bieten für Tage oder Monate ihre unentgeltliche Hilfe an, die Pater Pedro eigentlich immer ausschlägt.

Pater Pedro will keinen einheimischen Arbeitsplatz gefährden, denn Madagaskar verfügt selbst über zahlreiche hochqualifizierte Spezialisten. Oberstes Gebot ist es ihm, dass Madagassen selbst und eigenverantwortlich ihre Gemeinde leiten! 

Dahingegen besteht die Möglichkeit, in den Ferien als Gruppe an einem Projekt mitzuarbeiten, bzw. das Projekt eigenständig durchzuführen. Zu diesem Zweck stehen Unterkunftsmöglichkeiten in Akamasoa zur Verfügung und die Gruppe kann mit den Einheimischen für diese Zeit ihr Leben teilen.

7. Kann ich von meinem Ort aus helfen?

Jedermann/frau und jederzeit! Wir suchen Webmaster, Redakteure, Übersetzer, Sekretäre...

8. Ist die Situation wirklich so dramatisch oder wird hier ein wenig übertrieben?

Die Fotos können meist das Dramadas sich tagtäglich abspielt, nicht wiedergeben. Die madagassischen Menschen nehmen auch ärgstes Leid mit sehr viel asiatischer Gelassenheit auf und lächeln auch noch, wenn sie vor Hunger fast sterben. Pater Pedro muss sich jeden Tag mit Gewaltausbrüchen und zerbrochenen Familien auseinandersetzen, viele Menschen sterben dabei sang- und klanglos, das Elend ist unbeschreiblich!

Besonders bedrückend ist dabei die Teilnahmslosigkeit der reichen Bürger von Antananarivo, die nur einige Autominuten von diesem Inferno entfernt wohnen. Ausser den Tausenden von "Renault 4" Taxis, die mit Bindfäden zusammengehalten werden und den Abertausenden von bettelnden Kindern, gibt es auch viele reiche Madagassen, ausländische Beamte und begüterte Kaufleute, die mehr sensibilisert werden müssten, um sich gegen solche menschenunwürdige Verhältnisse aufzulehnen!

9. Warum helfen nicht mehr Entscheider bei diesem Projekt mit?

Wahrscheinlich, weil Pater Pedro ein recht rebellischer Zeitgenosse ist, der sich nicht vor einen politischen Karren spannen lässt. Doch arbeiten ihm mächtige Verbündete zu und Pater Pedro versteht es, in Talkshows oder bei Hl. Messen die Massen mit verblüffender Leichtigkeit für sich zu gewinnen.

Nach einer einzigen Talkshow in Paris im Jahre 1998, haben 5.600 Menschen spontan seinem Verein gespendet! Bei jedem Fernsehauftritt des charismatischen Priesters werden zehntausende von Euros gespendet.

10. Was sagt die Regierung Madagaskars dazu?

Die Regierung ist zu dem Projekt deutlich sehr positiv eingestellt. Der Staatspräsident Marc Ravalomanana kennt Pater Pedro sehr gut und unterstützt ihn nach Kräften. Er hat dem Verein des Paters 2004 die Gemeinnützigkeit zuerkannt und besoldet auch einige hochqualifizierte Fachkräfte in Akamasoa!

11. Wann kommt das nächste Buch Pater Pedros heraus?

Aller Voraussicht nach Mitte 2007 (das Manuskript ist bereits fertig korrigiert).

12. Warum wird das Modell Pater Pedros nicht überall angewandt?

Wahrscheinlich fehlt es an mutigen Menschen. Auch die Entwicklungshilfe ist letztendlich ein Business, an dem sehr viele Menschen verdienen. Wirtschaftliche und persönliche Überlegungen stehen traurigerweise meistens vor den humanitären Notwendigkeiten!

Da kein Mensch mehr dem anderen traut, Vertrauen überall klein geschrieben wird, gehören zu allen Projekten auch grosse Regulierungsmassnahmen und Kontrollen in allen Instanzen. Die Eigenverantwortung der Menschen wird damit erheblich reduziert, die einheimischen Partner werden von den grossen Entwicklungsinstituten entmündigt, die Motivation sinkt allerorts auf den Nullpunkt. Dienst nach Vorschrift, Korruption, Desinteresse herrschen leider oft in derartigen Projekten und dieser Teufelskreis ist kaum zu durchbrechen.

Wie sollte man mit dem heutigen Entwicklungshilfeverständnis einem einzigen Menschen die Entwicklung einer Gemeinde wie Akamasoa anvertrauen können? Das wäre normalerweise ein Business für Dutzende von Führungskräften und sicher mit einem unsicheren Endergebnis.

Und doch gibt es andere Beispiele auf der ganzen Welt, Pater Pedro ist nicht alleine mit seinem Erfolg.

13. Und was kommt nach Pater Pedro ?

Pater Pedro glaubt dabei an die Vorsehung. Er hat Zeichen gesetzt, bewiesen, dass ein einzelner Mensch mit Gott Berge versetzen kann, unendlich viel Gutes tun kann... warum sollte er denn sein Werk in Madagaskar institutionalisieren, Nachfolger einsetzen oder Verwaltungen aufbauen?

Er ist unter uns, um uns Dinge zu lehren, uns Gott näher zu bringen, das Leben anders zu sehen. Um seinen Mitmenschen in chaotischen Lagen zu helfen, bedarf es keiner Millionen, noch vieler hochbezahlter Beamter. Eine Rose auf der Müllhalde, eine unendliche Liebe, ein grosser Sinn für Gerechtigkeit und für die Aufopferung für seinen Mitmenschen genügen, um ein Lächeln auf die Gesichter der Verlorengeglaubten zu zaubern!

Es sind nicht nur die Armen in Madagaskar, die zu verzaubern sind, auch in unserer Zivilisation, verschlossen, materialistisch und individualistisch, wie sie nun mal geworden ist, gibt es unendlich viele psychische Probleme, Arbeitslosigkeit, Orientierungslosigkeit im Leben, das Gefühl der Nutzlosigkeit... Pater Pedro gibt auch denen Halt und ein neues Lebensgefühl. Er zeigt uns bescheiden auf, dass jeder aus dem Nichts heraus sehr viel für die Menschheit leisten kann!

14. Macht man nicht zuviel Medienwirbel um den Pater?

Eine oft gehörte Kritik. Ständig ist er im Fernsehen zu sehen, die Zeitungen berichten über ihn, eine Zeitung in Madagaskar wollte ihn sogar letzthin als Kandidaten für das höchste Staatsamt vorschlagen, auf den Mauern der Stadt sieht man immer wieder Grafittis "Pater Pedro for President", er schreibt Bücher, erhält Auszeichnungen, hat eine grosse Spendergemeinschaft hinter sich stehen.... und lässt somit Schatten auf andere fallen.

Pater Pedro sieht das gelassener und mit seiner üblichen grossen Bescheidenheit. " Je mehr die Leute über mich berichten, desto mehr Kinder werden in Madagaskar gerettet werden " und stellt sich somit freimütig als Ikone der Presse zur Verfügung.

15. Ist Beten in Akamasoa nicht wichtig?

Pater Pedro meint, dass es sinnlos ist, arme, hungernde Menschen zum Beten anzuhalten. Diese Menschen haben keine Kapazität mehr, an Gott zu denken, sie denken nur noch bis zur nächsten Mahlzeit! Es sei wichtiger, ihre Grundbedürfnisse erfüllt zu wissen, zu arbeiten, eine eigene Würde zu haben, als sich in einer Messe zu profilieren. Nur ein Mensch als solcher, kein armseliges, stinkendes Kleiderbündel, kann Gott erkennen und neue Hoffnung schöpfen.

Kein einziges der 8.800 Schulkinder wird in Akamasoa zum Gottesdienst angehalten, jeder geht nach eigenem Dafürhalten zur Hl. Messe!

16. Verlangt Pater Pedro Kinderarbeit?

Pater Pedro ist der Auffassung, dass sich jeder in der Gemeinde nach seinen Möglichkeiten nützlich machen sollte. Es gibt jedoch keine Kinderarbeit. Traditionell werden in der dritten Welt Kinder zu Aufgaben im Haus herangezogen. Das ist auch in Akamasoa der Fall, wo Kinder ihre Eltern in den Steinbruch begleiten und dort mithelfen. Es gibt keinen Zwang und keine Leistungsvorgaben, jeder Einzelne trägt zum Gelingen des Projektes bei. Die Kinder eben spielerisch.

Die Kinder arbeiten in Akamasoa NUR WAEHREND DER FERIENZEITEN mit ihren Eltern im Steinbruch. Während der Schulzeiten ist die Mithilfe im Steinbruch verboten. Durch die Mithilfe verdienen sich die Kinder ein Taschengeld und kaufen sich davon sehr stolz ihre eigenen Schulhefte!

Pedro wollte dabei das Mindestalter für Steinbrucharbeiten auf 12 Jahre beschränken, doch die Kids rebellierten dagegen...!

17. Ist Akamasoa ein Staat im Staat ?

Die Ordnung, die Sauberkeit, die Disziplin, die umherwandelnden, glücklichen Menschen sind beeindruckend und bilden eine grossen Kontrast zu den umliegenden Stadtvierteln. Sehr zum Ärger des Paters gibt es immer wieder dunkle Flecken in der Gemeinde, einfach weil die Grundstücksfrage nicht geklärt ist und viele Baugründe vom Staat ohne Wissen der Gemeinde an dritte Personen verkauft werden.

Ein madagassischer Senator zum Beispiel verklagte den Pater letzthin, weil er sich drei Hektar Grund inmitten der Gemeinde aneignen will! Der Prozess läuft.

Doch Pater Pedro strebt stets die totale und vollständige Integration an. Ohne falsche Demogagie und ohne jeglichen kirchlichen Kontext sollte Akamasoa allen anderen Dörfern des Landes ähneln.

Es gibt aber auch Menschen, die aus Akamasoa wegziehen, die verlangte Disziplin nicht durchhalten wollen. Sekten werben um Bürger von Akamasoa, der freizügige Alkoholkonsum in der Stadt lockt oder das einfache, freie und kurze Leben als Tagedieb...

 

18. Ist Pater Pedro... ein lebender Heiliger?

Einige Zeitungen bezeichnen ihn als solchen. Das grosse Magazin Paris Match betitelt ihn als Soldat Gottes, andere, nach Umfrageergebnissen, als künftigen Staatschef von Madagaskar. Wieder andere sehen in ihm den Baumeister Gottes oder den Apostel der Müllmenschen.

Was macht einen Heiligen aus? Die katholische Kirche kennt davon etwa 14.000 innerhalb der letzten 2.000 Jahre und diese Heiligen begegnen uns überall im täglichen Leben. Denken wir nur an den Kalender, der jeden Tag einen oder mehrere Heilige zelebriert. Die zahllosen Vornamen von Heiligen (Dominik, Benedikt), die geografischen Namen, Bilder und Skulpturen, die uns umgeben. Der Vatikan kennt dafür ein komplexes Zeremoniell, bei dem es manchmal gar Jahrhunderte dauern kann, bevor jemand heiliggesprochen wird.

Sollte ein Heiliger als Märtyrer sterben, ein Wunder vollbringen, einen Heiligenschein vorzeigen können? Pater Pedro würde darüber lachen. Für ihn gibt es nur die selbstverständliche Hingabe für seinen Nächsten ohne sich um sein eigenes, kleines Leben zu kümmern. Gott in seinem Nächsten zu ehren und gegen alle Ungerechtigkeiten dieser Welt vorzugehen, das ist sein Credo. Zu leben wie sein grosses Vorbild, der Hl. Vinzenz von Paul...

Ist es sein gewaltiges Charisma, sein Mut, sein Zorn, sein Sanftmut, seine Geduld, sein Rednertalent, sein Sprachtalent, seine Art, Menschen dauerhaft zu verbinden, das ihn so anders macht? Sein tiefer Glaube, sein Mitgefühl, seine Wut auf die Vergeudung von Leben? Das sollte jeder für sich entscheiden.

19. Kann sein Werk auf andere Länder übertragen werden?

Pater Pedro ist überzeugt, dass ihn Gott auf die Müllhalden von Madagaskar gesandt hat. Überall anders auf der Welt hätte er genauso gehandelt und den selben Erfolg gehabt. Er findet es menschenunwürdig, dass Politiker Menschen zu Tieren degradieren können, sie auf Müllbergen krepieren lassen, weil sie sich mit den Armen nicht beschäftigen wollen.

Auch in Deutschland und Österreich wird lautlos gestorben, unbemerkt von der Öffentlichkeit siechen Millionen ohne Stimme, ohne die Kraft zur Revolte dahin, Alte, Gebrechliche, Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger ohne Zukunft. Randgruppen der Gesellschaft, Ausgestossene, Vergessene. Unsere Art, diese Menschenkreise abzuschreiben, ihnen neue verwaltungstechnische Kunstnamen zu geben, um dann unser schlechtes Gewissen mit ein paar Euro Unterstützungen zu erkaufen, ist der falsche Weg und wir wissen es alle. Wir sehen weg.

Pater Pedros Rezept der Hilfe zur Selbsthilfe kann nicht von oben herab praktiziert werden. Es gehört Vertrauen, Liebe, Mitgefühl, Verantwortung, ja auch Härte dazu, um verlorene Menschen zu neuen Ufern führen zu können.

Pedro selbst meinte dazu kürzlich in einem Interview: "Selbstaufopferung und hingebungsvolle Menschenliebe ist kein Exportartikel!"

 

20. Wie können Schulkinder mithelfen?

Pater Pedro ist überzeugt, dass gerade Kinder eine grosse Welle der Sympathie ins Rollen bringen können. Trafo 07 führt es vor! Pater Pedro empfängt jedes Jahr in den Ferien Schulklassen aus Frankreich und Slowenien, die für ein Projekt zu ihm kommen.

21. Gibt es weitere Übersetzungen?

Letztes Jahr wurde die slowenische Version des Kämpfer der Hoffnung vorgestellt, dieses Jahr die deutsche und im Sommer sicher die italienische Ausgabe. Wir warten heute auf einen englischen Muttersprachler, der sie uns ins Englische übersetzen könnte!

22. Und die Umwelt?

Der Umweltgedanke wird in Akamasoa prioritär verfolgt. Heute ist der Verein Akamasoa der wichtigste Träger im Wiederaufforstungsprogramm in ganz Madagaskar! 25.000 Bäume werden mindestens jedes Jahr gepflanzt, erodierte Böden damit gesichert. Wenn auch die Arbeit für die Armen, deren Ernährungssicherung und das Unterichten der Kinder absoluten Vorrang hat, so fliesst doch der Umweltgedanke in alle Projekte mit ein! So steht zum Beispiel jeden Freitag auf dem Unterrichtsplan der 8.800 Kinder: Baumpflege! In der Regenzeit wird gepflanzt, in der Trockenzeit gepflegt.

23. Gibt Pater Pedro Hoffnung?

 

Pater Pedro ist einer der grossen Hoffnungsträger in Madagaskar! Seit 1970 arbeitet er mit der armen Bevölkerung in Madagaskar zusammen und setzt sich nachhaltig für sie ein. Er setzt sich für ein gerechtes Bild von Madagaskar in der Öffentlichkeit ein, unterstützte aktiv den neuen Präsidenten und versucht immer wieder, diese extreme urbane Armut zu lindern!

24. Was sagt er zur heutigen Politik in Madagaskar?

Der Pater war gern gesehener Gast im Präsidentenpalast der neunziger Jahre . Bei den demokratischen Neuwahlen 2002, als sich ein drohendes Blutbad abzeichnete, weil der alte Präsident nicht abtreten wollte, rief Pater Pedro in einer Livesendung des französischen Fernsehens bei Patrick Poivre d'Avor von Paris aus das Volk von Madagaskar auf, sich für Marc RAVALOMANANA einzusetzen! Er unterstützte wo er nur konnte, den heutigen Präsidenten und damaligen Bürgermeister von Antananarivo, um dem Volk neue Hoffnung zu geben.

Seitdem hat sich Madagaskar gewandelt und viele neuralgische Punkte haben sich wesentlich verbessert: Flughäfen, Strassen, Brücken; es gibt überall neue, effizientere Infrastrukturen. Lahmeyer International, Siemens, Lufthansa, die IHK Hamburg, die bayrische Landesregierung, viele Institutionen arbeiten am Wiederaufbau des Staates. Der Präsident erkennt, dass es noch viele dunkle Punkte gibt, die seiner Intervention bedürfen: Korruption ist weiterhin ein Hauptthema seiner Politik, aber auch die wirtschaftliche Entwicklung (Aktionsplan 2007 - 2012) und der ökologische Tourismus (Madagascar naturellement) liegen ihm sehr am Herzen! Sein Einsatz ist auf internationale Kultur ausgelegt und auch deutsche Berater sind in seinem engsten Umfeld zu finden!

25. Sein Besitz

Pater Pedro besitzt selbst wenige Dinge. Einen Computer, eine Sammlung von Fussballtrikots aus der ganzen Welt, wovon er jeden Sonntag ein anderes unter grossem Gejubel der Kinder zum Spielen anzieht, Bücher, Fotos. Sein Orden verwehrt ihm materiellen Besitz und er macht auch keinen Hehl daraus, dass es für ihn nur seine Kinder gibt, nichts anderes.

26. Besitzverhältnisse in Akamasoa

Der Bau eines Hauses in Akamasoa kostet ungefähr 4.000 Euro. Jede obdachlose Familie, die ein solches Haus zugeteilt bekommt, muss eine Konvention unterschreiben und fünf Jahre lang einen symbolischen Zuschuss für ihr Haus bezahlen. Nach fünf Jahren "gehört" ihnen das Haus, die Familie kann jedoch trotzdem bei schweren Verfehlungen aus dem Dorf ausgeschlossen werden.

27. Muss Pater Pedro neue Grundstücke erwerben?

Die Stadt Antananarivo breitet sich wie alle Grossstädte weiter aus und auch die Grundstücke um die Müllhalden werden Spekulationsobjekte.

Versprechungen zur Bereitstellung von Grundstücken für Akamasoa werden oft nicht eingehalten, in letzter Zeit gibt es gar einen Fall von Enteignung durch einen Senator aus Antananarivo, der per Gerichtsbeschluss versucht, der Gemeinschaft drei Hektar Grund zu entreissen. Der Verein geht gegenwärtig gegen ihn vor Gericht vor.

Manche Grundstücke in Randlagen müssen vom Verein gekauft werden, andere, im Landesinneren, können sehr günstig erworben werden.

Ausschnitt aus der Sonntagsmesse in Akamasoa 2005

 

Typisches Haus in Akamasoa
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